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"Optical"-Leuchtenserie von Lee Broom (Foto: Arthur Woodcroft / Lee Broom)

Neue Leuchtenfamilie „Optical“: Lee Brooms Faible für die Op-Art

Für seine „Optical“-Leuchtenfamilie ließ sich Lee Broom von der Op-Art der 1960er Jahre inspirieren.

In der optischen Kunst (Op-Art) fügen sich einfache geometrische Formen zu neuen Mustern mit dynamischer, dreidimensionaler Anmutung zusammen. Ein wichtiges Referenzwerk der „Op-Art“ stammt von Victor Vasarely, dessen Bild „Zebra“ aus dem Jahr 1937 datiert.

Es vergingen jedoch noch über 20 Jahre, bis dieses wundersame Spiel aus Farben, Formen und Illusionen Eingang in den Mainstream fand. Eine aussagekräftige Bildbeispiele finden sich auf der Webseite der Tate Gallery.

Inspiration aus der Op-Art

Hier im Blog spielte die Op-Art bereits einmal bei Luis Arravillagas Pendelleuchte „Dana“ ein Rolle. Der Designer nutzte einen 3D-Drucker, um das kugelförmige Geflecht der zwei Halbkugeln zu produzieren, aus denen sich der Lampenschirm zusammensetzt.

Lee Broom bezieht sich mit seiner neuen Leuchtenserie „Optical“ ebenfalls auf die optische Kunst. Erstmals präsentiert hatte der britische Designer die Mitglieder der Leuchtenfamilie auf dem Salone del Mobile 2016 in Mailand. Nun werden sie bald erhältlich sein, unter anderem in Lee Brooms Online-Shop.

"Optical"-Leuchtenserie von Lee Broom (Foto: Arthur Woodcroft / Lee Broom)

Asymmetrie und Geometrie

Zwei Elemente kennzeichnen die äußere Form der Leuchte: Eine Kugel aus mattem Opalglas setzte Broom in Kontrast zu einer schwarzen Haube und verschiedenen asymmetrische schwarze Streifen aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Das so entstehende geometrische Muster aus schwarzen und weißen Flächen und Linien ändert sich aus jedem Betrachtungswinkel. Drei Varianten umfasst die Leuchtenserie insgesamt. Neben der Pendelleuchte gibt es auch eine Boden- und eine Stehleuchte.

Um das Projekt bekannt zu machen, ließ sich Broom eine nette Promo-Aktion einfallen: Mit einem LKW, dessen Inneres in einen Palazzo umgestaltet war, fuhr er von London nach Mailand.

Lee Broom startete 2007 sein eigenes Interiorlabel. Er entwirft Möbel und Leuchten, aber auch die Inneneinrichtung von Bars oder Restaurants. Mit seiner Arbeit gewann er schon viele verschiedene Designpreise, darunter den British Designer of the Year Award im Jahr 2012. Berühmt ist seine filigrane „Crystal Bulb“* mit Messing-Fassung.

© Fotos: Arthur Woodcroft / Lee Broom

"Optical"-Leuchtenserie von Lee Broom (Foto: Arthur Woodcroft / Lee Broom)"Optical"-Leuchtenserie von Lee Broom (Foto: Arthur Woodcroft / Lee Broom)

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Benedikt
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