Neue Preiszeit: Red Dot Award 2018 – Leuchten-Sieger und -Highlights

Es ist Preiszeit (gewesen). Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Red Dot Awards stehen fest. Was überzeugte die Jury in Sachen Licht?

Zwar sind die großen Designpreise nicht unumstritten, doch spannend finde ich dennoch, was aus ihnen als Sieger hervorgeht. Im Juli war es im Hause Red Dot soweit. Im Rahmen einer großen Gala in Essen wurden die diesjährigen Gewinner*innen des gleichnamigen Awards gekürt.

Auf der Seite des Preises gibt es eine ganz gut zu bedienende Galerie, die nach Kategorien geordnet werden kann. Wer dort die Filter Produktdesign, 2018, “Licht und Leuchten” und “Alle Awards” auswählt, sieht alle Lighting-Siegerprodukte des diesjährigen Durchgangs in übersichtlicher Grid-Darstellung.

Reddot-Gala im Juli in Essen (Foto: Reddot)

Reddot-Gala im Juli in Essen (Foto: Reddot)

Nicht so sehr interessieren mich dabei all die Design-Taschenlampen, von denen sich einige in der Liste finden. Mit funktionaler Bürobeleuchtung dürfen sich ebenfalls deren glühende Fans beschäftigen. Mich spricht zuvorderst an, was ich mir selbst in die vier Wände hängen, stellen oder einbauen könnte.

Integrierter Bestandteil der Architektur

Und ja: Die Siegerprodukte sind in der Tat Hingucker. Marc Saddlers Entwurf “Ghost” etwa, kreiert für Simes, bindet das Licht ohne sichtbaren Leuchtkörper in die Architektur ein.  “Das Licht scheint wie bei einem leuchtenden Hohlkörper direkt aus der Struktur selbst zu kommen und macht Ghost zu einem integralen Bestandteil der Architektur”, befand die Jury.

Besonders interessant finde ich die Leuchte “Loop” von Fluvia, weil sie auf die OLED-Technologie zurückgreift. Die organischen Leuchtdioden sind flächige Leuchtmittel, die bislang vor allem bei Smartphone-Displays Verwendung finden. Mit Ikea stellte in diesem Jahr ein erster Möbelriese ein eigenes OLED-Modell vor. Dem Urteil der Jury schließe ich mich mal an: “Ihr eindringlicher Minimalismus ist ebenso bemerkenswert wie das technologische Konzept, das ihr zugrunde liegt.”

OLED-Leuchte "Loop" von Fluvia

OLED-Leuchte “Loop” von Fluvia

Dritte im Bunde ist eine leichtgewichtige Leuchte zum Arbeiten: Für Kartell schufen Alberto und Francesco Meda die filigrane Schreibtischleuchte Aledin, die mit transparenten Gelenkarmen aufwartet. Als elektrische Leiter fungieren zwei Aluminiumleisten im Inneren.

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Zuletzt aktualisiert am 19. September 2019 um 16:20 Uhr.Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Boote am Flaschenzug

Aus Finnland stammt das Modell “Nosto”, eine Pendelleuchte, die sich ausnimmt, als höbe man geschmolzenes Glas aus dem Wasser. Als Inspiration dienten Boote an einem Flaschenzug, dessen finnische Bedeutung für den Leuchtennamen herhielt.

Eine alte Bekannte ist die Schreibtischleuchte “Flow” von Normann Copenhagen. Sie gehörte schon im Frühjahr beim German Design Award zu den Preisträgerinnen, nun gesellt sich eine weitere Auszeichnung hinzu.

Stromkabel als visuelles Element

“Caos Contract” heißt ein Lichtsystem für große Räume, das mit einer “Honourable Mention” bedacht wurde. Es stammt von Sforzin Illuminazione aus Italien und erlaubt individuelle, auf den Raum abgestimmte Installationen, das Stromkabel dient als visuelles Element, das von den gespreizten Lampenarmen wieder aufgenommen wird.

Mit Bauhaus-verdächtiger Klarheit wartet die Stehleuchte “Tablet_FL” von der Linea Light Group auf. “Splitty” ist eine dimmbare Schreibtischleuchte, die sowohl Umgebungslicht als auch punktuelles Arbeitslicht zu liefern imstande ist. Klassisch mutet die Leseleuchte “Spencer” von Eleanor Home aus Dänemark an.

"Spencer" von Eleanor Home

“Spencer” von Eleanor Home

Ins Auge fällt auch die Leuchtenkollektion “Guise” des spanischen Herstellers Vibia. Als Leuchtmittel fungiert eine schmale LED-Leiste, die feine Gravuren in einer Röhre aus Borosilikatglas zum Leuchten bringt. Der Entwurf stammt von Stefan Diez.

"Guise" von Vibia (Foto: Vibia)

“Guise” von Vibia (Foto: Vibia)

Zu den Gewinnerinnen zählen außerdem verschiedene mobile Leuchten mit Akku, die überall da Licht spenden, wo es benötigt wird. Die tragbare Leuchte “Hook” etwa, die aus recyceltem Plastik besteht und deren Hersteller mit der Hilfsorganisation Mary’s Meals kooperiert. Für jede verkaufte Leuchte erhält ein Kind eine Schuljahr lang eine Mahlzeit. “Potting” kombiniert Leuchte und Bluetooth-Lautsprecher, “Mooon!” von Fermob* orientiert sich an Leuchten des 19. Jahrhunderts.

Der Red Dot Award wird jedes Jahr im Sommer vergeben. 2018 reichten Designer und Hersteller aus 59 Nationen mehr als 6.300 Produkte zum Wettbewerb ein. 1684 Entwürfe wurden prämiert, lediglich 69 erhielten die Auszeichnung “Best Of The Best”.

 

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Benedikt

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