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"Ashoka"-Leuchte von Ettore Sottsass (Foto: store.memphis-milano.com)

Leuchte im Anti-Design: „Ashoka“ von Ettore Sottsass (1981)

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Verspielt und bonbonbunt: Die „Ashoka“-Leuchte von Ettore Sottsass steht exemplarisch für das Anti-Design der Memphis-Gruppe.

Die Abwendung von der streng funktionalistischen Herangehensweise der Modernisten forderte Anfang der 1980er Jahre eine Gruppe namhafter Architekten, Künstler und Designer. Unter ihnen: Michelle de Lucchi und Ettore Sottsass. Unter dem Namen Memphis Group wurde der Zusammenschluss berühmt, gestalterisch propagierte sie ein „Anti-Design“, eine Gestaltung, die auch bunt, verspielt und Selbstzweck sein durfte und sich des Diktats der Funktion entledigte.

Ettore Sottsass gehörte zu den prägenden Köpfen dieser Gruppe und schuf mit dem Bücherregal „Carlton“ eines der berühmtesten Stücke der Bewegung. Dezeen zitiert ihn wie folgt: „Als ich jung war, war alles was wir hörten: Funktionalismus, Funktionalismus, Funktionalismus. Das reicht nicht. Design sollte auch sinnlich und aufregend sein.“

In diesem Geist entstand im Jahr 1981 auch seine ebenfalls knallbunte Tischleuchte „Ashoka“, eine auf den ersten Blick fast willkürlich wirkende Anordnung geometrischer Formen aus lackiertem Metall. Zu kaufen gibt es „Ashoka“ übrigens bis heute beim Memphis Milano Design Store, wo sie mit rund 2.433 Euro zu Buche schlägt.

Sottsass wurde 1917 in Innsbruck geboren und studierte bis 1939 am Polytechnikum in Turin. Von 1958 bis 1980 war er als Berater des Konzerns Olivetti tätig. Er realisierte architektonische Projekte u.a. in Hawaii, der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 2007 starb Sottsass in Mailand.

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