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Das Spiel mit dem Spiel: Designerleuchten von Oblure

Viel Ambition offenbart das junge Label Oblure mit seiner ersten Leuchtenkollektion. Zwar operiert es vom schwedischen Götheborg aus, wirklich skandinavisch präsentieren sich seine Leuchten aber nicht.

Klare Formen und hohe Funktionalität prägen das skandinavische Design. So gesehen fallen die Leuchten aus dem Hause Oblure eigentlich direkt durch das Raster. Sie sind weder minimalistisch noch besonders praktisch, dafür aber verspielt und skulptural. Eigentlich ist das gar nicht so mein Fall, aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Der Name Oblure ist eine Wortschöpfung und setzt sich aus den englischen Wörtern „Object“ und „allure“ zusammen. Letzteres wird mit „locken“ oder „anziehen“ übersetzt. Die Oblure- Webseite beschreibt das als Kern der Marke: „to make alluring objects“. Also Function follows Form?

Gründer Erik Möller: „I guess it all goes back to my personal interest in the different and unique. I like the strange and odd and can really fall in love with objects almost in a childish way.“ Unterschiede, Einzigartigkeit, das Merkwürdige und Seltsame. Vielleicht erklärt das Statement ganz gut das bisherige Oblure-Leuchtensortiment.

"Balance"-Designerleuchte von Oblure

„Balance“ (Foto: Hersteller)

Aufsehen erregt etwa die Tischleuchte „Balance“ von Designer Victor Castanera, zwei unterschiedlich große, in einer scheinbar völlig unmöglichen Postition ausbalancierte Kugelleuchten aus Glas auf zwei Brettern aus Messing. Die Basis besteht aus Marmor. Alle Kabel sind in der Konstruktion verborgen. Zu haben ist sie in Schwarz oder Gold.

Die Leuchte wirkt wie eingefroren und trotzdem ungeheuer dynamisch, als ob sie sich in jedem Moment bewegen könnte, und verströmt eine fast italienische Eleganz. Eine erste Ehrung gab es schon: „Balance“ gehört zu den Nominierten für den German Design Award 2018.

"Cirrata" von Oblure

„Cirrata“ von Oblure (Foto: Hersteller)

Ein Hingucker ist auch die Bodenleuchte „Cirrata“ von Markus Johansson, deren Form an die Gestalt eines Tintenfischs oder einer Qualle erinnert. Als Füße dienen die Tentakel. Das Design mutet sehr organisch und lebendig an, gleichzeitig wohnt ihm eine ruhige Ordnung inne.

Auch die beiden übrigen Oblure-Leuchten können sich sehen lassen. Die Glasleuchte „Pendant Inside“ glänzt mit kunstvoller Glasblaskunst. Die erst in den kommenden Monaten erhältliche „Mondo“ von Antionio Facco greift Elemente aus der Opt-Art auf (siehe zum Beispiel Lee Broom).

Mit Oblure hat ein hoffnungsvoller Neuling den Leuchtenmarkt geentert. Mal sehen, was das Unternehmen künftig an spannenden Leuchten bereithält.

© Fotos: Oblure

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Viel Spaß!
Benedikt

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