Auf die Italiener ist einfach Verlass: Die aktuellen Foscarini-Leuchten sind elegante Blickfänger, an denen man sich kaum satt sehen kann. Eine Preview der neuen Produkte gab es im Frühjahr auf der Euroluce in Mailand zu sehen. Nun bahnen sich die ersten ihren Weg in die Showrooms der Händler.
Zeit also, mal einen Blick auf die zehn neuen Leuchten aus Italien zu werfen. Um ehrlich zu sein, sind es vor allem zwei Modelle, die meine Aufmerksamkeit erregt haben. Da wäre zum einen die gläserne, quietschbunte Bodenleuchte „Uptown“ zu nennen, die wohl nicht nur zufällig an einen hochaufragenden Wolkenkratzer erinnert, zum anderen die skulpturale Leuchte „Sun – Light Of Love“, deren Äußeres von der Sonne inspiriert ist.
Neuigkeiten aus Italien
Für „Uptown“ zeichnet Designer Ferrucio Laviani verantwortlich, der über seine Leuchte sagt: „Die geometrischen Linien des Art Deco und von Memphis; Glas mit seinen vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten, das Scheibenglas der 1960er-Jahre… die Liste der Inspirationsquellen zu ‚UpTown‘ ist endlos. Der gemeinsame Nenner ist der Wunsch, wieder mit Glas zu arbeiten und dabei die einzigartige Art und Weise wie das Material die Idee von Transparenz und Farbe kommuniziert, den eigentlichen Reichtum des Materials, wieder zu entdecken.“
Laviani kreierte übrigens auch noch zwei weitere Leuchten der Foscarini-Neuheiten. Zum einen die geschwungene „Tobia“: Ihr zentraler Knoten dient dabei nicht nur als Gestaltungslement, sondern auch als Haltegriff zum Bewegen der Leuchte. Sie ist als Boden- und als Wandleuchte verfügbar. Dritte im Bunde ist „Newton“, dessen Hauptelement, ein transparentes Glasprisma, von Pink Floyds legendärem Album „Dark Side Of The Moon“ inspiriert ist.
Keine Trennung zwischen Innen und Außen
Tord Boontje entwarf die „Sun – Light Of Love“ und wählte ihren Namen ganz bewusst: „„Ich wollte die Sonne nach innen, in das Haus und seine Räume bringen. ‚Sun – Light of Love’ ist ein Objekt, bei dem es nicht leicht ist zu definieren, wo es beginnt und wo es endet – genau wie beim Sonnenlicht. Es gibt keine klare Trennung zwischen Innen und Außen: eine geometrische Präsenz, aber sehr flüssig und organisch zugleich.“
Mit Marc Sadler brachte sich auch ein Designer ein, der hier im Blog schon öfter eine Rolle gespielt hat. Von ihm stammt z.B. die berühmte Bogenleuchte „Twiggy“. Zum Foscarini-Katalog steuerte er 2019 die Leuchte „Nuée“ bei, eine große schwebende Lichtwolke, deren Schirm durch das unregelmäßig durchscheinende Licht von zufällig angeordneten dunklen und helleren Zonen geprägt wird.
Mit zwei Leuchten ist Andrea Anastasio vertreten. „Madre“ ist eine Kombination aus Leuchte und Vase, die neben einem angenehm-warmen Licht viel Ruhe ausstrahlt, finde ich. Ebenfalls von ihm stammt „Gioia“, eine gläserne Wandleuchte mit zurückhaltendem, aber ungeheuer elegantem Charme.

Vertraute Formen
Ludovica und Roberto Palomba gestalteten die Leuchten „Beep“ und „Palomar“. Während erstere auf einem Sockel um 360 Grad drehbar ist, verfügt die minimalistisch-dekorative Stehleuchte „Palomar“ über zwei separate Lichtquellen, die mit ihren zwei hülsenartig ineinander gesteckten Zylindern akzentuiert werden können.
Zehnte im Bunde ist schließlich die Stehleuchte „Belle de Jour“ von Ilaria Marelli. Offenkundig von Blumenblüten inspiriert, öffnet sich ihr stoffbespannter Diffusor wie ein Blütenkelch nach oben. Weil es in der Natur keine absolute Symmetrie gibt, gestaltete Marelli die Leuchte asymmetrisch. Auf diese Weise gelingt ihr eine sehr organisch wirkende Leuchte, deren Form sehr vertraut wirkt.
Alles in allem: Es gibt viel zu sehen, bitte klicken Sie weiter!
© alle Fotos: Foscarini





















