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Wandleuchte "265" von Paolo Rizzatto für Flos (Bild: Flos)

Schwebend im Raum: Leuchtenklassiker „265“ von Paolo Rizzatto für Flos (1973)

Ist am Lesesofa kein Platz für eine Bodenleuchte? Dann könnte Paolo Rizzattos ausladende Wandleuchte „265“ aus dem Jahr 1973 eine Option sein.

Zwar stoppte der Siegeszug des Kunststoffs, der in den 1960er Jahren begann, Anfang der 1970er Jahre nicht. Bei den Leuchten setzten viele Kreativer aber weiterhin auf Metall. Man denke nur an Richard Sappers legendäre Schreibtischleuchte „Tizio“, die als erste auf ein Niedrigvoltsystem setzte und gänzlich ohne Verkabelung auskam. Auch Paolo Rizzatto wählte für seine Wandleuchte „265“* Stahl als Material der Wahl.

Als Wandbefestigung dient ein metallenes Dreick, auf dem der Lampenarm befestigt ist. Ein kegelförmiges Gewicht auf der einen und der Reflektor auf der anderen Seite halten die Leuchte in jeder gewünschten Position in Balance. Sie erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern.

Ihr direktes Licht kann sehr exakt ausgerichtet werden. Wer also ein großes Sofa oder einen großen Schreibtisch ausleuchten muss, wäre mit der „265“-Leuchte gut bedient.

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Leicht und luftig ragt die extravagante Leuchte in den Raum hinein. Insgesamt wirkt sie verspielter und filigraner als vergleichbare Vorgänger wie Jean Prouvés minimalistische Wandleuchte „Potence“, die im Jahr 1950 für den schweizerischen Hersteller Vitra entwarf. Aber auch Rizzatto verzichtete beim Design auf überflüssige Ornamente und setzte auf eine funktionale Schlichtheit, die jedoch nicht roh wirkt. So scheint die „265“ im Raum zu schweben.

Wandleuchte "265" von Paolo Rizzatto für Flos (Bild: Flos)

Hersteller ist das italienische Unternehmen Flos, der die Leuchte bis heute anbietet und in weiß und schwarz im Sortiment führt.

Paolo Rizzatto, 1941 in Mailand geboren, studierte Architektur am Mailänder Polytechnikum. Sein Studium schloss er 1965 ab und betätigt sich seitdem als Architekt und Produktdesigner. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Preise. 1978 gründete er mit Riccardo Sarfatti das Leuchtenunternehmen Luceplan. Sarfattis Vater Gino ist hier im Blog bereits mit einigen Lampenklassikern vetreten.

© alle Bilder: Germano Borrelli / Flos

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