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Naska-Arbeitsleuchte von Fontana Arte

Naska: Über Michele de Lucchis alte Arbeitslampe (1933)

Formschön und praktikabel: Die “Naska”-Schreibtischleuchte von Fontana Arte ist ein unverwüstlicher Klassiker.

Es gibt sie, diese Klassiker, über die auch nach intensiver Recherche nur wenig herauszufinden ist. Die “Naska”-Leuchtenfamilie von Fontana Arte ist so ein Fall. Ihre Ursprünge reichen zurück bis in die 1930er Jahre. Das macht die damals entwickelte Tischleuchte zu einem Zeitgenossen von illustren Entwürfen wie der “Bestlite” von Robert Dudley Best oder der “Anglepoise 1227” von George Cawardine.

Die “Naska Loris”-Leuchte stammt urspünglich aus dem Jahr 1933, so gibt es Hersteller Fontana Arte auf seiner Webseite an. Das Unternehmen bietet neben der Tischleuchte auch eine Wand- und eine Bodenvariante der Leuchte an.

Schlicht und funktional präsentiert sich das Äußere der “Naska”-Leuchte – fast wie eine Art Urtyp der Schreibtischlampe. Ihr Lampenschirm ist an einem Doppelarm platziert, der sich dank der Spannkraft von Metallfedern frei ausrichten lässt. Eine schwere Basis hindert die Leuchte am Fallen. Auch Cawardine hatte bei seinem Entwurf auf Metallfedern gesetzt. Inspiriert hatte ihn die menschliche Anatomie.

Arbeitslampe Naska (Archivio Storico, 1933)

Foto: Fontana Arte

Ihren praktischen Nutzen erkannte auch Michele de Lucchi, unter anderem Schöpfer der berühmten “Tolomeo”-Leuchte. Im Interview mit dem Dear Magazine berichtete er. früher selbst eine der Leuchten besessen zu haben: “Ich besaß eine Naska Loris, eine wunderschöne Armleuchte mit externer Sprungfeder, an der an sich nichts auszusetzen war: außer dass sie nicht mein eigener Entwurf ist.” Angeblich entwarf de Lucchi auf Bitte von Artemide-Patron Ernesto Gismondi eine aktualisierte Variante der “Naska Loris”-Leuchte.

Doch abgesehen von ihrem Erscheinungsjahr bleibt mit Blick auf ihre Entstehungsgeschichte vieles im Dunkeln. Verlässliche Informationen finden sich kaum. Eng mit ihrem Design verknüpft ist aber offenbar der norwegische Designer Jac Jacobsen. Tatsächlich handelt es sich bei seinem Klassiker “Luxo L-1” offenbar um einen engen Verwandten der “Naska Loris”-Leuchte, was angesichts des fast identischen Designs nicht weiter verwundert. Im Handel befinden sich jedoch sowohl die “Luxo L-1” als auch die “Naska”-Leuchte von Fontana Arte.

Sie scheinen einfach nebeneinander zu existieren – unter anderem mit dem Unterschied, dass der Schalter der “Naska”-Leuchte im Lampenschirm integriert ist. Alle bisher auffindbaren Informationen zufolge war Naska Loris einst ein Unternehmen, das sich auf Bürobeleuchtung spezialisiert hatte. Fontana Arte sicherte sich 1997 die Markenrechte an Naska Loris. Letzteres zumindest ist ein Fakt.

Wenn jemand weitere Informationen hat, freue ich mich über einen Kommentar.

Fotos: © Fontana Arte

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Zuletzt aktualisiert am 7. November 2019 um 11:41 Uhr. Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Benedikt
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