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Li-Fi statt Wi-Fi: Diese neuen Philips-Lampen übertragen Daten per Licht

Philips hat die ersten Leuchten vorgestellt, die Daten drahtlos per Lichtwellen übertragen können.

Neuheiten frisch aus den Laboren der Welt finde ich immer besonders spannend. Wo geht die Reise hin in Sachen Licht? Welche Rolle nehmen OLED-Leuchten künftig ein? Kürzlich rauschten die Ergebnisse von nanobiotischen Experimenten mit leuchtenden Pflanzen durch die globale Blogosphäre. Um Human Centric Lighting (HCL) geht es hier.

Eine spannende aktuelle Neuheit stammt von Philips Lighting, das übrigens künftig unter dem Namen Signify firmiert. Als Präsentationsort wählte der niederländische Hersteller die Light + Building in Frankfurt, auf der sich vom 18.-23. März die Lichtbranche die Ehre gibt.

Per Pressemeldung gab das Unternehmen bekannt, neue Produkte für die Übertragung von Daten entwickelt zu haben. Dabei geht es aber keineswegs um die drölfzigste WLAN-Lampe. Stattdessen werden Daten drahtlos über das Licht der LEDs übertragen.

Infografik: So funktionieren Light Fidelity Lampen (Infografik: Philips)

Infografik: So funktionieren Li-Fi-Lampen (Infografik: Philips)

Das zugrundeliegende Prinzip nennt sich Light Fidelity (Li-Fi), das optische Pendant zum Wi-Fi, das über Funk funktioniert. Statt Radio- nutzt Li-Fi Lichtwellen zur Informationsübermittlung. Ein Sensor fängt die Lichtimpulse auf und wandelt sie in elektrische Signale um. Unter Laborbedingungen soll Li-Fi weit höhere Übertragungsraten als WLAN erzielen. Spon schrieb 2015 von 224 Gigabit pro Sekunde.

Entwickelt wurde Li-Fi 2011 an der Universität von Edinburgh durch den deutschen Forscher Harald Haas, wie mich Wikipedia aufklärt. Laut Fraunhofer-Gesellschaft bietet Li-Fi folgende Vorteile:

  • Schnelle drahtlose Datenübertragung
  • Echtzeitfähige Kommunikation 
  • Hohe Datensicherheit aufgrund nötiger Sichtverbindung
  • Keine Interferenzen

Im Download sollen die Light Fidelity Lampen von Philips Raten von bis zu 30 Mbit/s erreichen. Damit ließen sich mehrere HD-Videos gleichzeitig streamen. Golem weist allerdings auf die verhältnismäßig niedrige Upload-Rate von 12 Mbit/s hin.Zudem setzt Philips aus sichtbares Licht, die Leuchte muss also angeschaltet sein. Die Daten werden dann am Arbeitsgerät (also z.B. Laptop oder PC) von einem Dongle aufgenommen.

Zunächst soll es die Li-Fi-Lampen nicht für Otto Normalverbraucher geben. Philips setzt erst einmal auf Lösungen für den Smart Office-Bereich. In Betracht kommt auch der Einsatz in Schulen oder Krankenhäusern.

© Artikelfoto: Philips

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Benedikt
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