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"Formakami"-Pendelleuchte von Jaime Hayon (Bild: &tradition)

Reispapierlampen treffen Moderne: “Formakami”-Serie von Jaime Hayon (2015)

Im asiatischen Raum haben Leuchten aus Reispapier eine lange Tradition. Die “Formakami”-Serie greift die alte Technik wieder auf.

Isamu Noguchi machte es Anfang der 1950er Jahre vor: Mit seinen Reispapierlampen schuf er einen zeitlosen und vielkopierten Klassiker, der sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Nicht zuletzt, weil die weißen Kugeln in den Lampenabteilungen der Möbelhäuser zum günstigen Mitnahmeartikel verkommen sind. Mit etwas Phantasie (oder Inspiration) lassen sich die Japankugeln zu echten Hinguckern aufmotzen.

Mit seiner “Formakami”-Serie* greift der spanische Designer Jaime Hayon das althergebrachte Prinzip aus Asien wieder auf und transponiert es in drei verschiedenen Formen in die Gegenwart. Sein Aufttraggeber ist das dänische Label &tradition, das sich bei seiner Gründung 2010 die stilvolle Versöhnung von Tradition und Moderne auf die Fahne geschrieben hat.

Ein Gruppenbild der "Formakami"-Reispapierlampen von Jaime Hayon (Bild: &tradition)

Alle drei verfügbaren Varianten bestehen aus zwei Formen. Ein schwarzer Ring aus Eichenholz trennt sie optisch voneinander. Mich erinnern sie entfernt an Luftballone, denen ein Serviettenring in der Mitte eine schmale Taille aufzwingt. Die Designerleuchten werden von Hand produziert.

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"Formakami"-Pendelleuchte von Jaime Hayon (Bild: &tradition)

Die großzügigen bauchigen Formen fordern ihren Kredit: In höhligen, gedrungene Umgebungen mit niedrigen Decken könnten die drei “Formakami”-Leuchten ihren schwerelosen Charme verlieren. Das Formakami-Modell “JH5”* erreicht an seiner breitesten Stelle einen Durchmesser von 70 Zentimeter und eine Höhe von 67 Zentimetern. An hohen Decken dürfte sie sich am besten machen.

Mehr Licht für alle

“Leuchten spielen eine so große Rolle im Leben der Menschen. In manchen Kulturen, jagen sie die Dunkelheit davon und bringen Hoffnung. Ich habe versucht, an diese emotionale Perspektive anzuknüpfen – mit Leuchten, die selbst wie Licht erscheinen. Indem die untere Form unten geöffnet bleibt, soll noch mehr Licht zu Menschen überall auf der Welt gelangen”, zitiert &tradition den Designer.

Insgesamt für mich ein sehr gelungenes Update der alten Reispapierlampen. Preislich geht es bei 199 Euro für die “JH4”-Leuchte los, das kleineste Modell. Das größte Modell ist 60 Euro teurer.

© alle Fotos: &tradition

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