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Kreiert von Lucie Koldova: "Das Haus" 2018

imm Cologne 2018: Neuheiten, Trends und Bildergalerie

Am vergangenen Wochenende ging die Imm Cologne über die Bühne. Ein Streifzug durch das Leuchtenaufgebot der Messe.

Das Interiorjahr beginnt traditionell in Köln: Die Imm Cologne in der Kölnmesse bildet den Auftakt des neuen Möbeljahres, der einen ersten Blick auf die Trends und Neuheiten vieler großer Hersteller und Designer(-innen) gestattet. Ernste Konkurrenz bekam die Messe in diesem Jahr allerdings durch die Maison & Objet in Paris, die am gleichen Wochenende um Besucher(-innen) warb.

Leider hatte ich nur einen Nachmittag Zeit, um durch die vielen Hallen zu flanieren. Der Schwerpunkt meines Besuchs lag deshalb auf den Hallen 11 und 2.2, wo sich unter anderem diverse große Brands wie Louis Poulsen, Thonet, Artek, &tradition, Brokis und andere präsentierten. Alleine war ich dabei nicht: Wie die Presseabteilung der Messe in ihrer Schlussmitteilung schreibt, pilgerten in diesem Jahr 125.000 Interior-Fans zur Kölnmesse – ein leichtes Plus im Vergleich zu 2016.

Bei meinem letzten Besuch dominierten klassische Mid-Century-Designs das Portfolio vieler Hersteller. Viele von ihnen durchforsteten die Archive, um mit aufgewärmten Klassikern dem Wunsch der Konsumenten nach schlichten, sachlichen Möbeln gerecht zu werden. Das schlug sich merklich auch bei den Leuchten nieder. Die große Frage war also: Setzt sich dieser Retro-Trend fort? Auch die Archive können ja nicht ewig neue alte Klassiker zutage fördern.

Einen aktuellen „Trend zur neuen Schlichtheit“ stellt dieser SPON-Artikel fest. Sachliches skandinavisches Design werde derzeit sehr gepusht, heißt es weiter. Für die Möbelfirmen ergeben sich daraus zwei Vorteile: Zum einen fügten sich schlichte, zeitlose Möbel in fast jeden Einrichtungsstil ein. Zum anderen halten sich schlichte Möbel länger am Markt – und werden unter Umständen zum Klassiker.

Gino Sarfattis Klassiker "Mod. 548" für Flos

Gino Sarfattis Klassiker „Mod. 548“ für Flos

Beim Schlendern durch die Gänge fällt schnell auf: Viele Klassiker finden sich an den Ständen der Aussteller. Und wer selber keine Leuchten herstellt, schmückt den Stand mit bekannten Klassikern. Gino Sarfattis Tischleuchte „Mod. 548“ aus dem Jahr 1951 oder sein Kronleuchter „2097“, beide hergestellt von Flos, zum Beispiel. Oder die Neuauflagen der Midgard-Leuchten. Verpan, Nachlassverwalterin vieler Entwürfe von Verner Panton, zeigte die aktuelle „Orange“-Kollektion.

"Moon Lamp" von Verner Panton in orange

„Moon Lamp“ von Verner Panton in orange

Doch nicht nur Klassiker gab es zu sehen: Mobiles Licht spielt eine große Rolle. Mobile Laternen präsentierten etwa Fermob und Glomster an ihren Ständen. Eine akkubetriebene Outdoor-Bogenleuchte hatte das österreichische Unternehmen Viteo im Gepäck. Bewegt man ihn, erinnert ihr ausladender, sich nach vorne verjüngender Bogen an einen sich im Wind wiegenden Grashalm. Pedrali aus Italien stellte seine akkubetriebene Außenleuchte „Giravolta“ vor.

Mobile Laternen am Stand von Fermob

Mobile Laternen am Stand von Fermob

 

Outdoor-Bogenleuchte von Viteo

Outdoor-Bogenleuchte von Viteo

Neue Formgebungen fanden sich auch. Im „Haus“ etwa, das in Halle 2.2 ausgefalleneren Ideen eine Bühne bietet und in diesem Jahr von Lucie Koldova gestaltet wurde. Sie kreierte eine exklusive Wohnlandschaft mit allerlei LED-Stäben und Lichtermeeren. Vorhänge aus LED-Stäben zierten auch den Stand des jungen deutschen Labels Akttem von Designerin Verena Hennig. Die tschechische Manufaktur Brokis schmückte seinen Stand mit einigen beeindruckenden Exempeln für die Glasblaskunst.

Verena Hennig: LED-Stäbe als Vorhang

Verena Hennig: LED-Stäbe als Vorhang

Wegen ihrer Farbenpracht erwiesen sich auch verschiedene Stände als echte Hingucker. Der Stand des französischen Labels Petite Friture etwa, aus dessen Programm ich schon die Leuchte „Vertigo“ von Constance Guisset vorgstellt habe. Farbig ging es auch an den Ständen von Cappellini oder Vita Copenhagen zu. Letzteres Unternehmen setzte auf ein prächtig-grünes Wald-und-Wiesen-Ambiente, unter anderem für seine „Silvia“-Leuchte.

Bunt: Am Stand von Petite Friture

Bunt: Am Stand von Petite Friture

Etwas ungeordnet möchte ich außerdem einige weitere Ateliers und Hersteller nennen, von denen mir Produkte im Gedächtnis geblieben sind. Bea Mombaers Betonleuchte etwa: Sie wird an- und ausgeschaltet, indem man sie kippt. Timeless Everyday Objects (Teo) aus Mannheim brachte unter anderem seine (mit dem German Design Award ausgezeichnete) Awa- und Iconic-Leuchten mit nach Köln. Piet Hein Eek bestückte seinen Stand unter anderem einem pompös-kitschigen Leuchtobjekt. Das DesignHouse Stockholm, hier im Blog bereits mit seiner „Cord Lamp“ vertreten, brachte seine „Manana“-Lamp mit.

"Iconic" von Timeless Everyday Objects (Teo)

„Iconic“ von Timeless Everyday Objects (Teo)


"Manana"-Leuchte von Design House Stockholm

„Manana“-Leuchte von Design House Stockholm

© alle Fotos: kult-lampen.de

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