Auf ein sehr interessantes Lampen-Projekt wurde ich heute bei Spiegel Online aufmerksam: Dort findet sich ein lesenswertes Interview mit der niederländischen Industriedesignern Marjan van Aubel, die bei ihren Entwürfen bevorzugt mit Solartechnik arbeitet.
Dabei entsteht dann spannendes Mobiliar, dass die Alltagstauglichkeit von Soloarenergie auslotet. Der „Current Table 2.0“ etwa verfügt über USB-Anschlüsse, die beispielsweise für den Anschluss eines Smartphones taugen.
Ein weiteres Beispiel ist der Solarkronleuchter „Cyanometer“, der 2017 in Kooperation mit dem österreichischen Kristallhersteller Swarovski entstand. Die Solarzellen entwarf das ECN, das Energy Research Centre of the Netherlands.

Wie blau ist der Himmel?
Mit einem Cyanometer kann man übrigens die Intensität der blauen Himmelsfarbe messen. Alexander von Humboldt hatte bei seiner Amerikareise eines dabei. Zur Klärung kleiner Fragen ist Wikipedia einfach gut…
Designs, die nachhaltig produziert werden, auf erneuerbare Energien oder kompostierbare Materialien setzen, waren schon öfter Thema hier im Blog. Kronleuchter mit lebenden Algen oder leuchtende Pflanzen als Leselampe: Überall auf der Welt suchen Forschern nach Möglichkeiten, wie wir uns von fossilen Energien abkoppeln können.

Drei Ringe aus Opalkristallen
Van Aubels Solarkronleuchter setzt sich aus drei Ringe aus Opalkristallen zusammen. Im Interview mit Spon sagt sie: „Das ist ein neuartiger Kristall, der extra entwickelt wurde und nicht wie andere das Licht bricht. Er hebt es eher in seinem Inneren auf, leuchtet in sanften Blau- und Rottönen. Sie müssen sich das so vorstellen, als hätten Sie eine Glasschüssel voll Wasser und würden etwas Milch hinzugeben. Es ist dann nicht mehr komplett durchsichtig, sondern etwas diffus mit Lichtstreifen.“
Auf ihrer Homepage heißt es, die Kristalle dienten dazu, die Solarzellen effizienter zu machen. Die Idee: Kristalle und Solarzellen werden in einem portablen Panel kombiniert. Weil der Kristall in bestimmten Winkeln geschnitten ist, bricht er das Licht so, dass es stärker auf die Solarzellen fokussiert – und mehr Strom produziert.
Je mehr Licht das Panel am Tag abbekommt, desto intensiver scheint das Licht, wenn es dann in der Docking Station untergebracht wird.
© Fotos: Marjan van Aubel








