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"Moon Lamp" von Verner Panton in orange

Mauer, Mond und Minirock: 10 Leuchtenklassiker der 1960er Jahre

Lust auf Klassiker: Es ist an der Zeit, sich mal wieder den Leuchten eines bestimmten Jahrzehnts zu widmen. Ein ähnliches Posting habe ich bereits für die 1950er Jahre angefertigt. Nun möchte ich die 1960er Jahre genauer unter die Lupe nehmen und einige Leuchtenklassiker der 1960er Jahre zusammentragen.

Mauerbau, Mondlandung, Matte und Minirock: Die 1960er Jahre sind ein äußerst spannendes Jahrzehnt, weil in Sachen Design, beeinflusst durch epochenmachende Ereignisse, viel ins Rollen kam. Technische Innovationen und Erfolge schlugen sich in einer optimistischen Fortschrittsgläubigkeit und Aufbruchsstimmung nieder, die sich auch auf das Design auswirkte, etwa im Weltraum-Look des Space-Age-Designs. Hier der Wikipedia-Eintrag zum “Weltraumzeitalter”.

Jugend dürstete nach erschwinglichem Mobiliar

Minirock und Hosen für die Damen, lange Haare für die Herren: Befördert durch Beatlemania, 1968er Revolte oder die Hippie-Bewegung emanzipierte sich die Jugend zunehmend “als eigene soziale Klasse” – und als eigene Zielgruppe mit eigenem Geld, die es nach erschwinglichem Mobiliar dürstete.

Die Lösung bot Plastik: Katalysiert durch die vor allem von Verner Panton betriebene Einführung von Kunststoffen als Fertigungsmaterial bestimmte eine hemmungslose Lust am Experiment das Design. In Farbe und Form wurde ausprobiert, was das neue Material hergab. Damit löste man sich vom strengen Formalismus der 1950er Jahre und letztendlich auch von der weiterhin nachhallenden Forderung nach funktionalem Design, die das Bauhaus bestimmt hatte.

Neuer Massenmarkt für Designerprodukte

Weil Plastik leicht herzustellen und aus ihm bestehende Produkte auch in großem Maßstab hergestellt werden konnten, eröffnete er einen neuen Massenmarkt für Designprodukte, die den Kundenwünschen nach lässiger Einrichtung entgegenkamen. Denn das war die Losung der Stunde: Lässig sollte es sein, Hauptsache lässig.

Zu den prägenden Designern der 1960er Jahre zählten neben dem bereits genannten Verner Panton unter anderem Ettore Sottsass, der später mit seiner Anti-Design-Bewegung “Memphis” für Furore sorgen sollte, Arne Jacobsen, Gio Ponti, Ray und Charles Eames, Richard Sapper (von ihm stammt die Schreibtischleuchte “Tizio”), Hans Wegner, Joe Colombo, Tobia Scarpa oder die Brüder Achille, Pier Giacomo und Luigi Castiglioni. Nicht alle, aber doch einige von diesen führenden Designköpfen kreierten auch die berühmtesten Leuchten der Dekade.

Hier zehn – ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit – ikonische Leuchtenklassiker der 1960er Jahre:

Zuletzt aktualisiert am 14. October 2019 um 15:59 Uhr.Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Bogenleuchte “Arco” (1962)

Mit ihrer berühmten Bogenleuchte “Arco” schufen die Castiglioni-Brüder eine Designerleuchte, die heute als ikonisch gilt. Ihr ausladender Bogen und der Standfuß aus Marmor sind ihre prägenden Merkmale.

“Semi” (1968)

Die Pendelleuchte, die Claus Bonderup und Torsten Thorup aus Dänemark für Gubi entwarfen, gibt es in verschiedenen Farb- und Größenvarianten. Beliebt war sie wegen ihres strahlenden Lichts besonders für den Einsatz über dem Esstisch.

“Coupe” (1967)

Die kleine Leuchte von Joe Colombo, die bis heute von Oluce hergestellt wird. stammt aus dem Jahr 1967. Es gibt sie für Wand, Tisch und Boden und ist in die Sammlung des New Yorker MoMA-eingegangen.

Zuletzt aktualisiert am 14. October 2019 um 15:59 Uhr.Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

“Moon Lamp” (1960)

1960 entstanden, fügte Verner Panton die “Moon Lamp” aus verschiedenen, beweglichen Metalllamellen zusammen. Ihre Silhouette sollte veränderbar sein, angelehnt an die verschiedenen Mondphasen.

“Foglio” (1966)

Tobia Scarpa formte seine Leuchte aus dem Jahr 1966 aus weißem Stahl. Hersteller ist bis heute das italienische Unternehmen Flos.

“Bulb” (1966)

Mit seinem Designklassiker “Bulb” griff Ingo Maurer die Stilmittel der in der Kunst aufgekommenen Pop-Art auf. Es handelt sich quasi um eine Birne in der Birne.

Zuletzt aktualisiert am 14. October 2019 um 14:29 Uhr.Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

“Mod. 2129” (1969)

Ebenfalls aus dem Flos-Sortiment stammt “Mod. 2129”, die Gino Sarfatti im Jahr 1969 entwickelte. Der Reflektor aus Aluminium hängt an einem ausladenden Bogen, am anderen Ende sitzt ein Gegengewicht, das die leuchte in Position hält.

“Flower Pot” (1968)

Bei Verner Panton hat man die Qual der Wahl. Viele seiner berühmtesten Entwürfe stammen aus den 1960er Jahren. Nun denn, statt des “VP Globe” von 1969 soll hier die bunt-ikonische “Flower Pot” aufgeführt werden.

“Lavalampe” (1963)

Dieses Musterexemplar für die Weltraum-Optik hat vielleicht nicht jeder auf dem Zettel: Ihr Entwickler Edward Craven Walker brachte sie 1963 auf den Markt, damals noch unter dem Label Crestworth, das seit den 1990er Jahre auf den namen Mathmos hört.

“Turbo” (1965)

Designed im Jahr 1965, erblickte “Turbo” von Louis Weisdorf, hier im Blog bereits mit seiner “Multi-Lite” vertreten, erst drei Jahre später das Licht der Shops und Showrooms. Hersteller Gubi bewirbt sie mit den Worten: “Simpel in der Form, aber komplex in der Struktur”. Das trifft es ganz gut, finde ich.

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