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Licht im Garten: Aktuelle Trends in der Außenbeleuchtung

Es ist Sommerzeit – und selten war draußen mehr künstliches Licht als heute: Der Siegeszug der LEDs hat den Markt für Outdoor-Leuchten ganz schön in Wallung versetzt. Es gibt viele neue Modelle und Formen, die früher undenkbar waren. Die Folge: eine nie zuvor dagewesene Lampen- und Leuchtenfülle, die es einem bisweilen schwer macht, den Überblick zu behalten.

Wer den eigenen Garten und seine prägenden Merkmale im Blick behält, macht bei der Suche nach der richtigen Außenbeleuchtung aber schon vieles richtig. Denn zu ihm müssen die Leuchten ja passen.

Ein erster Trend, der allerdings nicht nur die Außenbeleuchtung betrifft, ist bereits genannt: Ohne LEDs geht nichts mehr. Insbesondere mit Blick auf smarte Lichtlösungen bieten Leuchtdioden bieten viele spannende Möglichkeiten. Ein Terrain, das zweifellos noch nicht erschöpfend beschritten ist. Im Gegenteil.

Es gibt weitere Trendlinien, die etwas Kontur in das bunte Durcheinander bringen. Es gilt dabei zwischen Nutzlicht und ästhetischem Licht zu unterscheiden. Während ersteres einen funktional-effektvollen Hintergrund schafft, setzen dekorative Leuchten im Außenbereich Ausrufezeichen in Sachen Wohnlichkeit. Besonders letzteren widmet sich dieses Posting.

Die Außenleuchten-Trends 2018

1. Minimalistisch & filigran

Schlichte Leuchten ohne viel Verzierung sind bei den Verbraucher*innen weiter sehr beliebt. Die LED-Technik erlaubt es, Strahler, Wandleuchten und Pollerleuchten immer filigraner und puristischer zu gestalten. Insbesondere als Nutzlicht an Wegen, Eingängen und Treppen kommen sie zum Einsatz. Ein schönes Beispiel ist etwas das “Brick Light” von Paolo Rizzatto für den italienischen Hersteller Simes oder “Ghost” aus demselben Haus.

Definitiv einen Blick wert sind aber auch die feingliedrigen, dekorativen Modelle “Brisa” von Vibia und “Syphaduepassi“ von Catellani & Smith. Neu zu haben ist auch die “Sando”-Pollerleuchte* von Ares, dem Outdoor-Label von Flos, und die an eine Eiswaffel erinnernde Pollerleuchte “Cornet” von Bover. Schon vor drei Jahren stellte Lichtlauf seine Leuchte “MunichReeds” vor, die aus zwölf Halmen besteht und an leuchtendes Schilfgras erinnert.

Mobile Laternen am Stand von Fermob

Oben: “Syphaduepassi” von Catellani & Smith
Unten links: “Brisa” von Vibia
Unten rechts: “Balad” von Fermob

2. Mobil & kabellos

Nur wenige Bereiche erhalten von den Herstellern derzeit eine vergleichbare Aufmerksamkeit. Eine Manufaktur, die etwas auf sich hält, hat eine tragbare, akkubetriebene Leuchte im Sortiment, die überall dort Licht spendet, wo es gerade benötigt wird. Ob auf der Picknickdecke oder beim Grillen im Park: Nach dem Erfolg der “Follow Me”-Leuchte von Marset zogen viele Hersteller nach. Schöne Beispiele gibt es unter anderem von Martinelli Luce (“Kiki”), LZF Lamps (“Piknik”), Pablo Designs (“Uma”), Kartell (“Lantern”), Fermob (“Balad”), Pedrali (“Giravolo”) oder Fatboy (Edison the petit).

3. Smart

Smarte Lichtlösungen sind ohnehin in aller Munde. Im Büro hat das Thema “Human Centric Lighting” an Fahrt aufgenommen, im privaten Bereich zählt ganz aktuell vor allem das beliebte Hue-System von Philips zu den Vorreitern. Inzwischen gibt es es die Hue-Leuchten auch für draußen. Smarte Lösungen in der Außenbeleuchtung sind zwar schon lange auf dem Markt, mit dem “Hue Outdoor”-System könnten sie aber endgültig auch für die breite Masse erschwinglich und umsetzbar werden.

4. Flexibel

Nicht jeder verfügt auf Balkon oder Terrasse über viel Platz. Multifunktionalität wird deshalb groß geschrieben. Denn warum soll eine Leuchte nur Licht spenden, wenn gleichzeitig als Stuhl, Sofa, Tisch oder Zeitschriftenhalter dienen kann. Da werden kleine Akkuleuchten mit Magneten ausgestattet, sie sind tragbar, dimmbar, smart oder gar als Pflanzentopf geeignet wie der “Pot” des niederländischen Herstellers Bloom. Und natürlich eignet sich so manches Modell für außen und innen.

Leuchtende Möbel: "Bold Sofa Light" von Plust (Foto: Plust)
"Roxxane Fly" von Nimbus (Foto: Nimbus)

Oben und Artikelbild: “Hue Outdoor” von Philips
Unten links: “Bold Sofa Light” von Plust
Unten rechts: “Roxxane” von Nimbus

5. Klassisch

Terrasse und Garten entwickeln sich zum verlängerten Arm des Wohnzimmers. Im Sommer vergrößert sie ganz selbstverständlich die Wohnfläche. Deshalb machten viele Außenleuchten auch im Wohnzimmer eine gute Figur. Viele Hersteller reagieren auf diesen Trend und bringen ihre Klassiker auch für draußen auf den Markt.

Schon etwas länger sind etwa der französische Industriedesign-Klassiker “Lampe Gras”, Artemides “Tolomeo” oder die Anglepoise-Leuchten als Outdoor-Varianten zu haben. Hersteller DWC Éditions, aus dessen Werkshallen die “Lampe Gras” stammen, erweiterte sein Angebot in der Außenbeleuchtung im letzten Jahr noch einmal ganz erheblich.

Foscarini zog mit Marc Sadlers Bogenleuchte “Twiggy” oder der Betonleuchte “Aplomb” nach. Neu von marset: die Outdoor-Stehleuchte “Jaima”. Mit “Edison The Giant”* nahm auch Fatboy eine neue Stehleuchte in sein Sortiment auf, die in jedes Wohnzimmer passt.

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Oben: “Twiggy Grid” von Foscarini
Unten links: “Aplomb” von Foscarini
Unten rechts: “Jaima” von Marset

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